Unsere Gründungsgeschichte

Gründungsmitglieder

  • Jakob Kiefer
  • Eugen Erhart
  • Hermann Haller
  • Eugen Herter
  • Gottlob Göhring
  • Hugo Erhart
  • Martin Herter
  • Jakob Kiefer (Dirigent)
  • Christian Wahrenberger (Kassier)
  • Johannes Wahrenberger (Vorstand)

1. Vorsitzende

  • 1925 – 1950 Johannes Wahrenberger
  • 1964 – 1968 Paul Sturm
  • 1968 – 1972 Fritz Kiefer
  • 1972 – 1976 Paul Sturm
  • 1976 – 1980 Helmut Stoss
  • 1980 – 1984 Manfred Czech
  • 1984 – 1987 Helmut Kiefer
  • 1987 – 1990 Wilfried Fuoß
  • 1990 – 2000 Herbert Kaiser
  • 2000 – 2001 Werner Kiefer
  • 2002 – 2006 Herbert Kaiser
  • 2006 – 2018 Albrecht Weinmann
  • 2018 – heute Bryan Schöbel

Dirigenten

  • 1925 – 1950 Jakob Kiefer
  • 1964 – 1971 Heinz Müller
  • 1971 – 1980 Fritz Kiefer
  • 1980 – 1983 Walter Boschatzke
  • 1983 – 1986 Hermann Freivogel
  • 1986 – 2007 Helmut Kiefer (Ehrendirigent)
  • 2007 – 2011 Stefan Kiefer
  • 2011 – 2013 Markus Biche
  • 2014 – 2015 Michael Bach
  • 2015 – heute Attila Hepp

Der Musikverein Erzingen wurde am 28. November 1925 gegründet.
Der Betrag von 480.- Mark wurde dem Verein von Johannes Wahrenberger als Darlehen zum Kauf von Instrumenten zur Verfügung gestellt.
Dirigent Jakob Kiefer trug wesentlich zur Vereinsgründung bei, nachdem ihn Alois Hahn aus Dotternhausen mit den Grundlagen der Blasmusik vertraut gemacht hatte. Drei Jahre zuvor war es ihm bereits gelungen, mit einigen sangesfreudigen Männern des Dorfes den heutigen Gesangverein „Sängerlust“ zu gründen – ein Mann, der sich intensiv dem musikalischen Leben in seiner Heimatgemeinde widmete.
Seine Werkstatt diente in der Gründungszeit nicht nur der Holzbearbeitung, sondern auch als Probelokal zur Formung von schönen Tönen.
Der erste öffentliche Auftritt des Musikvereins fand am 14. Februar 1926 bei einer Tanzveranstaltung im Gasthaus Germania in Erzingen statt. Der Kassier konnte Dank guten Zustroms an diesem Abend 15.- Mark Einnahmen in seiner Kasse verbuchen. Bei den nächsten Auftritten konnte der Musikverein immer wieder auf Verstärkung aus dem benachbarten Dotternhausen zählen. Besonders hervorzuheben wäre dabei die tatkräftige Unterstützung von Alfred Hahn.
Daraufhin folgten viele weitere Tanzveranstaltungen in den Erzinger Gasthäusern sowie das übliche musikalische Umrahmen von Feiern. Daneben waren es die Hochzeiten, die damals fast ausschließlich im größeren Rahmen unter Teilnahme einer breiten Öffentlichkeit gefeiert wurden und ohne Musikanten kaum denkbar waren.
Doch nicht nur in Erzingen spielte die Kapelle zum Tanz auf. Auch in den Nachbargemeinden wollte man sich an ihren musikalischen Darbietungen erfreuen, sodass der Musikverein im ersten Jahr allein dreimal nach Heselwangen gerufen wurde.
Während die Kapelle im Laufe der Zeit Nachwuchs durch einige junge Männer erhielt, die sich aktiv beteiligten, konnte der Verein sich als örtlicher Kulturträger nach und nach etablieren.
Der zweite Weltkrieg forderte dann auch vom Musikverein Erzingen seinen Tribut und lichtete die Reihen der aktiven Mitglieder. Gottlob Göhring und Eugen Herter durften nicht mehr in die Heimat zurückkehren und Ernst Göhring verstarb 1950 an den Folgen eines Kriegsleidens. Ab 1950 wurde es trotz großen Bemühens der damaligen aktiven Musiker um den Musikverein still und die musikalische Arbeit wurde nach und nach eingestellt. Die Lücken, die der Krieg beim Musikverein hinterlassen hatte, konnten so schnell nicht wieder geschlossen werden.

Wiedererweckung des Musikvereins

In den Herzen vieler Bewohner der Gemeinde schlummerte der Gedanke nach Wiedererweckung des Musikvereins. Viele der ehemaligen Mitglieder der aufgelösten Kapelle waren bereit, sich erneut der Blasmusik zu widmen. Doch erst als mit Heinz Müller ein aktiver Musiker nach Erzingen heiratete und sich in die Bemühungen einschaltete, nahm der Plan feste Formen an. Zusammen mit Ernst Göhring lud er alle an einer Neugründung des Musikvereins Interessierten am 06. Januar 1964 zu einer Aussprache in das Gasthaus Germania ein. Der Einladung wurde zahlreich Folge geleistet.
Dies zeigte, dass eine Neugründung tatsächlich zu verwirklichen war. Paul Sturm, der sich bereiterklärte, die Geschäfte des Vorstandes zu übernehmen, nahm nun die weitere Planung in die Hand. Zunächst wurden die noch vorhandenen Musikinstrumente erfasst. Es erwies sich, dass alle dringend eine Überholung nötig hatten. Zur Finanzierung übernahm der zukünftige Musikverein von der Sparda Erzingen eine Dreschmaschine mit Strohpresse, die demontiert und als Schrott verkauft wurde.
Inzwischen war auch der künftige Dirigent Heinz Müller nicht untätig gewesen und bereitete die Wiederaufnahme der musikalischen Arbeit mit größter Sorgfalt vor. Max Fuoß stellte dem Verein sein Nebenzimmer im Gasthaus Germania zur Abhaltung der Probenstunden zur Verfügung. Nachdem dort zweimal wöchentlich Notenunterricht erteilt wurde, trafen Anfang März die instandgesetzten Instrumente ein und ermöglichten die erste Musikprobe.
Sowohl durch die Vorkenntnisse vieler Musiker als auch die harte Arbeit der Kapelle, konnten sie sich bald der Gemeinde vorstellen. Wertvolle Impulse erhielt die Kapelle nicht nur von ihrem Dirigenten, sondern auch von dessen Vater, Erich Müller, dem Dirigenten des Musikvereins Engstlatt. Dieser leitete in der Gründungszeit des Vereins einige Proben und konnte aufgrund seiner großen Erfahrung den Bläsern viele wichtige Hinweise geben.
Der erste öffentliche Auftritt erfolgte am Ostersonntag 1964 in der Kirche, wobei der Musikverein durch einige Musiker aus Engstlatt unterstützt wurde, welche von Dirigent Heinz Müller verpflichtet worden waren. Der Verein entwickelte sich nun zu einem festen Bestandteil der Gemeinde, der das kulturelle Leben sehr bereicherte.
So stellte sich die Kapelle bei gemeindeinternen Festen, kirchlichen Feiertagen, Goldenen Hochzeiten und Geburtstagsständchen in den Dienst der Öffentlichkeit, war aber auch außerhalb der Heimatgemeinde ein gerngesehener Gast.
Um den Verein offiziell ins Leben zu rufen, wurde schließlich am 04. April 1964 eine Gründungsversammlung einberufen. In der Versammlung wurden Paul Sturm zum 1. Vorsitzenden und Christian Wahrenberger zum 2. Vorsitzenden gewählt. Zum Stellvertreter von Heinz Müller, der den Verein in musikalischen Belangen führte, wurde Jakob Kiefer ernannt.
Der Dirigent verlangte sich und seinen Musikern viel ab, denn der Verein sollte einen Ausbildungsstand erreichen, der zur Teilnahme an einem Wertungsspiel berechtigte. Um dieses Ziel so früh wie möglich zu erreichen, nahm jeder der Aktiven die vielen Proben in Kauf. In dieser Zeit entwickelte der Verein unter Heinz Müller eine Tätigkeit, die unter den Kreisvereinen einen Rekord darstellte. In einem Jahr wurden unglaubliche 87 Proben abgehalten, die allesamt sehr zahlreich besucht wurden.
Am 11. Juli 1965 hatten die Musiker ihr gestecktes Ziel erreicht: Der Musikverein Erzingen beteiligte sich beim Kreismusikfest in Mössingen am Wertungsspiel in der Anfängerstufe. Für ihr hervorragend vorgetragenes Musikstück „Intrade“, eine Serenade von Lotterer, konnte sich die Kapelle einen 1. Rang erspielen. Dieser 1. Rang stellte die ersten Lorbeeren in der Geschichte des jungen Vereins dar. Doch sie sollten nicht die einzigen bleiben. Die Vereinsführung und der Dirigent waren dauernd bemüht, das musikalische Niveau des Vereins zu steigern. Dadurch wurde den Bläsern viel abverlangt. Doch jeder von ihnen war bereit, die Anstrengungen, die ein Wertungsspiel mit sich brachte, erneut zu tragen.

Wenn Sie die komplette Geschichte unseres Vereins lesen möchten, können Sie gerne unsere Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum bei allen aktiven Musikern bekommen.